Nach einem Unfall fällt der Blick meist zuerst auf das Offensichtliche: die eingedrückte Tür, den zerkratzten Stoßfänger oder das beschädigte Rad.
Doch damit ist noch nicht geklärt, was tatsächlich beschädigt wurde.
- Welche Kräfte haben auf das Fahrzeug eingewirkt?
- Welche Bauteile könnten zusätzlich betroffen sein?
- Ist eine Reparatur möglich?
- Und welche Untersuchungen sind notwendig, um diese Fragen zuverlässig zu beantworten?
Genau hier beginnt für mich die Arbeit als Kfz-Sachverständiger.
Ich möchte einen Schaden technisch verstehen und nachvollziehbar dokumentieren. Dafür bringe ich meine Erfahrung als Kfz-Techniker-Meister, meine Werkstattpraxis und meine Sachverständigentätigkeit seit 2010 zusammen.
Unfallgutachten: Warum technische Erfahrung zählt
Ein Fahrzeug besteht aus vielen Bauteilen und Systemen, die zusammenwirken. Karosserie, Fahrwerk, Reifen, Elektronik und Antrieb lassen sich bei einer Schadenuntersuchung deshalb nicht immer getrennt voneinander betrachten. Mein beruflicher Weg begann mit der Ausbildung zum Kfz-Elektriker. Später folgten der Kfz-Techniker-Meister, langjährige Tätigkeiten im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich sowie meine eigene Werkstatt für Zwei- und Vierräder.
Diese praktische Erfahrung hilft mir heute bei der Begutachtung. Ich kenne Fahrzeuge aus dem Werkstattalltag: Bauteile, Reparaturabläufe und die Fragen, die häufig erst bei genauerem Hinsehen entstehen.
Wenn beispielsweise ein Rad einen Anstoß erhalten hat, interessiert mich nicht ausschließlich die sichtbare Beschädigung an der Felge. Ich schaue auch auf den Reifen, das Schadenbild und mögliche Hinweise auf weitere betroffene Fahrwerksbauteile. Ob zusätzliche Prüfungen notwendig sind, ergibt sich aus den konkreten Feststellungen.
Ich schaue hin – und frage nach
Eine sorgfältige Schadenaufnahme beginnt für mich mit dem Gespräch.
- Wie ist der Unfall passiert?
- Wo erfolgte der Anstoß?
- Gab es vorher bereits Schäden?
- Fährt das Fahrzeug seitdem anders?
- Leuchtet eine Warnlampe?
- Sind ungewöhnliche Geräusche aufgetreten?
Diese Informationen können für die Untersuchung wichtig sein. Deshalb gehören Zuhören und Nachfragen genauso zu meiner Arbeit wie Fotografieren, Messen und Kalkulieren. Bei der Besichtigung erfasse ich den Schaden und berücksichtige den Fahrzeugzustand. Alt- und Vorschäden müssen dabei sauber vom aktuellen Schaden unterschieden werden. Denn ein nachvollziehbares Gutachten braucht eine belastbare Grundlage.
Diagnose gehört zu meinem technischen Hintergrund
Durch meine Ausbildung als Kfz-Elektriker habe ich einen besonderen Bezug zur Fahrzeugelektronik und Diagnose. Je nach Schadenbild kann das Auslesen des Fehlerspeichers wichtige Hinweise für die weitere Untersuchung liefern. Dabei reicht es allerdings nicht, einen Diagnosebericht auszudrucken und sämtliche Einträge dem Unfall zuzuordnen.
Ein gespeicherter Fehler muss eingeordnet werden.
- Passt er zum Schadenereignis?
- Kann er bereits vorher vorhanden gewesen sein?
- Sind weitere Prüfungen erforderlich?
Für mich gehört zu einer fachlichen Bewertung auch, die Grenzen einer Feststellung deutlich zu benennen.
- Was wurde tatsächlich nachgewiesen?
- Was ist noch offen?
- Und wie lässt sich eine offene Frage klären?
Nicht vermuten – nachvollziehbar dokumentieren.
Das ist mein Motto und zugleich mein Anspruch an die tägliche Arbeit.
Erfahrung mit Pkw, Nutzfahrzeugen und Zweirädern
Meine technische Erfahrung beschränkt sich nicht auf Pkw. Durch meine langjährige Tätigkeit bei EvoBus beziehungsweise SETRA kenne ich auch den Nutzfahrzeug- und Busbereich. Hinzu kommt die Erfahrung aus meiner eigenen Zwei- und Vierradwerkstatt.
Je nach Fahrzeug stellen sich unterschiedliche Fragen. Bei einem Pkw können beispielsweise Karosserie und Fahrwerk im Mittelpunkt stehen. Bei einem Nutzfahrzeug müssen gegebenenfalls auch Aufbau, Einsatzbedingungen oder weitere technische Einrichtungen betrachtet werden. Bei einem Zweirad verlangt das Schadenbild wiederum einen anderen Blick.
Diese Erfahrung hilft mir, die Untersuchung auf das jeweilige Fahrzeug und die konkrete Fragestellung auszurichten.
Auch Reifen und Felgen sind ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Sie werden bei einem Schaden schnell als einzelne Positionen betrachtet. Für die technische Beurteilung sind jedoch das gesamte Schadenbild und mögliche Zusammenhänge entscheidend.
Qualifikation muss sich in der Arbeit zeigen
Neben meinem Meisterabschluss bin ich für den Bereich Kraftfahrzeugschäden und -bewertung nach DIN EN ISO/IEC 17024 personenzertifiziert.
Hinzu kommen weitere Qualifikationen, unter anderem im Bereich Hochvolttechnik, sowie Reifen und Räder.
Für mich müssen diese Qualifikationen in der täglichen Arbeit sichtbar werden: durch eine strukturierte Untersuchung, verständliche Erläuterungen und eine Dokumentation, aus der sich die Bewertung nachvollziehen lässt.
Auch deshalb bilde ich mich weiter und beschäftige mich mit Diagnose, elektronischen Fahrzeugdaten und neuen Fahrzeugtechnologien. Gleichzeitig gebe ich meine Erfahrung in Schulungen weiter, beispielsweise zu Kommunikation im Schadenfall sowie Reifen- und Fahrwerksschäden.
Für Sie ist es vielleicht der erste Unfall. Für mich gehört die Begutachtung zum Beruf.
Nach einem Fahrzeugschaden haben Sie meist andere Sorgen als Reparaturverfahren oder Kalkulationspositionen. Sie möchten wissen, was jetzt passiert, welche Unterlagen benötigt werden und wie es mit Ihrem Fahrzeug weitergeht. Deshalb ist mir wichtig, technische Fragen verständlich zu erklären. Wenn eine zusätzliche Untersuchung notwendig wird, erläutere ich den Grund. Wenn sich eine Frage bei der ersten Besichtigung noch nicht beantworten lässt, benenne ich das. Und wenn Sie etwas nicht verstehen, dürfen Sie nachfragen. Sie sollen nachvollziehen können, was ich festgestellt habe und worauf meine Bewertung beruht.
Warum das KFZ-Sachverständigenbüro Bibertal?
Weil Sie bei mir einen direkten Ansprechpartner bekommen, der technische Praxis und Sachverständigenerfahrung miteinander verbindet. Ich nehme mir die Zeit, die der konkrete Schaden erfordert. Ich berücksichtige sichtbare Beschädigungen ebenso wie Hinweise auf weitere Schäden. Und ich lege Wert darauf, dass meine Feststellungen durch Bilder, Messungen und verständliche Erläuterungen nachvollziehbar werden.
Die Besichtigung kann nach Absprache bei Ihnen, an Ihrem Arbeitsplatz oder in Ihrer Werkstatt stattfinden. Werden eine Hebebühne oder weitere technische Möglichkeiten benötigt, stimmen wir einen geeigneten Besichtigungsort ab.
Ich bin für Sie von Ulm bis Augsburg unterwegs – mit dem KFZ-Sachverständigenbüro Bibertal.
Schaden am Fahrzeug? Sprechen Sie mich an.
Ob Unfall, Parkrempler, Fahrzeugbewertung oder technische Fragestellung: Wir klären gemeinsam, welche Unterstützung Sie benötigen. Erste Angaben und Fotos können Sie bequem über meine digitale Schadenaufnahme übermitteln:







